LOOOP bietet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten unterschiedlicher Granularität, die hier exemplarisch dargestellt werden.

Da mit steigender Granularität der Abbildung Ihrer Curricula nicht nur der Nutzen, sondern natürlich auch der Aufwand für Ihre Fakultätsmitglieder steigt, besteht die Möglichkeit, an jedem beliebigen Granularitätsgrad zu starten und bei Bedarf nach und nach - auch semesterweise, fachweise, etc. - die Granularität dort zu erhöhen, wo dies erforderlich ist.

So können beispielweise Fächer, in denen es bereits - meist mühevoll erstellte -  fakultätseigene Lernziel- oder Outcome-Kataloge gibt, diese Kataloge weiter nutzen, während andere Fächer ohne fakultätseigene Lernziele abgebildet werden können. Mit anderen Worten: Jedes Fach oder Modul jeder Fakultät kann vom Ist-Zustand starten, seine Identität bewahren und keine bisher geleistete Arbeit wurde umsonst investiert.

Dies halten wir im Rahmen des "Faculty Development" für essentiell, um ein optimales Aufwands-Nutzen-Verhältnis zu erzielen, Frustrationen zu vermeiden und die notwendige Akzeptanz des Prozesses der Kartierung bei den Fakultätsmitgliedern zu erreichen.

Die nachfolgende Tabelle stellt vier exemplarische Varienten zunehmender curricularer Granularität dar, die jeweils mit jeder beliebigen Ebene zugeordneter Kataloge genutzt werden können. Für den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielelkatalog Medizin (Öffnet externen Link im aktuellen FensterNKLM) bedeutet dies beispielsweise, dass sowohl auf Ebene der NKLM-Teilkompetenzen als auch auf darunter liegenden Ebene der NKLM-Lernziele gearbeitet werden kann.

Abbildungsgrad der Lehrveranstaltungen fakultätseigene, operationalisierte Lernziel-Kataloge fakultätseigene Outcome-Kataloge Vorteile Nachteile
semester- und lehrformatsbezogene Lehrveranstaltungsreihen (z.B. 40 stündige Vorlesung Innere Medizin des 7. Semester) nein nein niedrigschwellig, Aufwand gering keine Abstimmung innerhalb eines Fachs pro Semester sowie zwischen den Fächern und Semestern, welche Veranstaltungen zu einem Thema (beispielsweise der Therapie der verschiedenen, mit dem akuten Koronarsyndrom assoziierten Krankheitsbilder) konkret welche Therapieverfahren in welcher Tiefe, in welcher Reihenfolge und in welchem Format unterrichten und prüfen
einzelne, thematisch definierte Lehrveranstaltungen (z.B. 2-stündige, themenbezogene Vorlesungen der Inneren Medizin des 7. Semesters nein nein semesterweise grobe Abstimmung innerhalb eines Fachs und zwischen den Fächern keine Abstimmung, welches Fach und welche Veranstaltungen zu einem Thema (beispielsweise der Therapie der verschiedenen, mit dem akuten Koronarsyndrom assoziierten Krankheitsbilder) konkret welche Therapieverfahren in welcher Tiefe, in welcher Reihenfolge und in welchem Format unterrichten und prüfen
einzelne, thematisch definierte Lehrveranstaltungen (z.B. 2-stündige, themenbezogene Vorlesungen der Inneren Medizin des 7. Semesters ja nein optimale Abstimmung innerhalb eines Fachs pro Semester sowie zwischen den Fächern und Semestern, welche Veranstaltungen zu einem Thema (beispielsweise der Therapie der verschiedenen, mit dem akuten Koronarsyndrom assoziierten Krankheitsbilder) konkret welche Therapieverfahren in welcher Tiefe, in welcher Reihenfolge und in welchem Format unterrichten und prüfen Risiko zu umfangreicher Lernzielkataloge, die in Summe nicht umsetzbar sind
einzelne, thematisch definierte Lehrveranstaltungen (z.B. 2-stündige, themenbezogene Vorlesungen der Inneren Medizin des 7. Semesters ja ja optimale Abstimmung innerhalb eines Fachs pro Semester sowie zwischen den Fächern und Semestern, welche Veranstaltungen zu einem Thema (beispielsweise der Therapie der verschiedenen, mit dem akuten Koronarsyndrom assoziierten Krankheitsbilder) konkret welche Therapieverfahren in welcher Tiefe, in welcher Reihenfolge und in welchem Format unterrichten und prüfen, Ausrichtung dieser operationalisierten Lernziele an fakultätsspezifischen Fach-, Modul- oder Semesteroutcomes, Vermeidung überfrachteteter fakultärer Lernzielkataloge höchster Aufwand aller Varianten